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NSA spähte wohl auch in Spanien Millionen Telefonate aus PDF Drucken E-Mail
Montag, den 28. Oktober 2013 um 16:09 Uhr

 

Die Vorwürfe gegen den US-Geheimdienst NSA wiegen immer schwerer und erfassen nun auch Spanien: In dem EU-Land soll die NSA allein zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 mehr als 60 Millionen Telefonate ausgespäht haben, wie die spanische Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Dokumente des Computerexperten Edward Snowden berichtet. Den Angaben zufolge speicherte die NSA zwar nicht den Inhalt der Gespräche, wohl aber die Seriennummern der beteiligten Telefone, deren Standort sowie die SIM-Kartennummern genutzter Handys und die Dauer der Anrufe.

Die Regierung in Madrid bestellte den US-Botschafter ein, um Erklärungen zu den jüngsten Enthüllungen einzufordern. An dem Artikel in "El Mundo" war der US-Blogger und Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald beteiligt. Er arbeitete in den vergangenen Monaten eng mit dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden zusammen, der in Russland Zuflucht vor Verfolgung durch die US-Behörden fand.

 

 

Das "Wall Street Journal" berichtete unterdessen unter Berufung auf einen ranghohen NSA-Vertreter, dass US-Präsident Barack Obama erst aus einer Mitte des Jahres von ihm angeordneten internen Untersuchung erfahren habe, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und 35 andere Staatsführer vom Geheimdienst NSA überwacht wurden.

afp, foto- Pan-African News Wire File Photos