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News Corp kritisiert Googles Marktmacht in Brief an EU PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. September 2014 um 18:49 Uhr

 

Der Medienkonzern News Corp hat in einem Brief an die EU-Kommission die "überwältigende" Marktmacht von Google angeprangert. Er mahnte ein schärferes Vorgehen gegen den Internetkonzern an.

In einem in New York veröffentlichten Brief an EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia warf News-Corp-Chef Robert Thomson dem Internetkonzern vor, seine Marktmarkt auszunutzen, "um die Konkurrenz zu ersticken". Die bislang von Almunia vorgelegten Lösungsvorschläge im Streit mit Google reichten nicht aus, zumal die Macht von Google jeden Tag wachse.

Google sei "außerordentlich erfolgreich dabei gewesen, mit seinen Nutzern Geld zu verdienen", habe aber nicht den Willen gezeigt, fundamentale Eigentumsrechte zu respektieren, obwohl es dazu eindeutig in der Lage sei, kritisierte der Chef der Mediengruppe, zu der renommierte Zeitungen wie das "Wall Street Journal" und die britische "Times" gehören.

Zudem pofitiere Google ausgiebig von den Anstrengungen und Investitionen der anderen. Deshalb müsse der Konzern mehr tun, um sicherzustellen, dass Rechte akzeptiert würden und seine bedeutende Suchmaschine nicht ihre Macht missbrauche, um die Konkurrenz auszulöschen, heißt es in dem auf den 8. September datierten Brief.

Almunia lässt seit November 2010 mehrere Praktiken des Marktführers untersuchen. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass Google Suchergebnisse manipuliert. Dabei würden Ergebnisse von spezialisierten Suchdiensten, die Google selbst betreibt, höher und prominenter angezeigt als Ergebnisse der Konkurrenz.

 

 

 

Dem US-Konzern drohen ein Verbot der Praktiken und eine hohe Geldbuße. Allerdings hat Google mehrfach Zugeständnisse angeboten, um dies abzuwenden. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde die Kommission sich damit zufrieden geben und den Fall zu den Akten legen. Im Frühjahr dieses Jahres erbat Almunia von den Klägern allerdings neue Argumente gegen Google. Diese seien im Sommer eingetroffen und hätten die EU-Kommission nun zu neuem Nachdenken und Prüfen angeregt, erklärte Almunia Anfang September in einem Interview.

afp, foto - archiveteam.org