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Ermittler gehen nach Orlando-Anschlag Hinweisen auf islamistisches Motiv nach PDF Drucken E-Mail
Montag, den 13. Juni 2016 um 13:41 Uhr

 

 

 

Nach dem blutigsten Schusswaffenattentat in der jüngeren Geschichte der USA gehen die Ermittler Hinweisen auf ein islamistisches Motiv nach. Die Bundespolizei FBI hatte den mutmaßlichen Attentäter Omar Seddique Mateen nach eigenen Angaben 2013 wegen Terrorverdachts im Visier, stellte die Beobachtung nach zwei Vernehmungen aber wieder ein. Der Republikaner Donald Trump nahm das Attentat zum Anlass, seine Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime zu bekräftigen.

In den Stunden nach der schockierenden Tat, bei der in der Nacht zu Sonntag in einem beliebten Schwulenclub in Orlando 50 Menschen ihr Leben verloren, gaben Angehörige und Bekannte Details aus Mateens Leben bekannt. Mateen wurde 1986 in New York als Sohn afghanischer Einwanderer geboren. Sein Vater nannte im Sender NBC Hass auf Schwule als mögliches Motiv, religiöse Beweggründe schloss er aus.

Seine Ex-Frau Sitora Yusufiy bezeichnete den 29-Jährigen als instabilen, aufbrausenden und bisweilen gewalttätigen Menschen. Mateen sei ein praktizierender Muslim gewesen. "Es gab aber keinerlei Anzeichen" für eine Radikalisierung, sagte Yusufiy.

 

 

 

 

Mateen habe drei bis vier Mal pro Woche am Abendgebet der Moschee seines Wohnorts Fort Pierce teilgenommen, berichtete der dortige Imam Syed Shafeeq Rahman. Er hätte "niemals erwartet", das Mateen eine solche Tat begehen könnte, sagte der Imam. Vielleicht habe sich Mateen unbemerkt im Internet radikalisiert.

FBI-Ermittler Ronald Hopper sagte vor Journalisten, Mateen habe 2013 vor Kollegen Andeutungen gemacht, die "an eine mögliche Verbindung mit Terroristen denken ließen". Außerdem sei gegen ihn wegen möglicher Kontakte zu einem US-Selbstmordattentäter ermittelt worden. Mateen sei zweimal vernommen worden, sagte Hopper. Danach sei der Verdacht fallengelassen worden. Es gebe nun aber Berichte, wonach sich Mateen kurz vor den Anschlägen in einem Anruf unter der Notrufnummer 911 als IS-Gefolgsmann zu erkennen gegeben habe.

Die Nachrichtenagentur des IS verbreitete eine kurze Erklärung unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle. Darin heißt es: "Der bewaffnete Angriff, der einen Nachtclub für Homosexuelle in Orlando, Florida, zum Ziel hatte und mehr als 100 Tote und Verletzte zurückließ, wurde von einem Kämpfer des Islamischen Staats ausgeführt". Beweise wurden aber nicht angeführt.

US-Präsident Obama wollte sich in einer ersten Reaktion nicht zu den mutmaßlichen Tatmotiven äußern. "Wir wissen aber genug, um sagen zu können, dass dies ein Akt des Terrors und des Hasses war", sagte Obama.

Die Bluttat könnte zu einer weiteren Polarisierung in dem ohnehin schon scharf ausgetragenen Wahlkampf in den USA führen. Der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Trump forderte Obama zum Rücktritt auf. Er warf dem Präsidenten zu große Nachsicht gegenüber der Gefahr durch islamische Extremisten vor. Trump bekräftigte seine Forderung, Muslimen generell die Einreise in die USA zu verwehren. Trumps voraussichtliche Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton verurteilte das Attentat.

Die Tat von Orlando ist der schwere Terrorakt in den USA seit den Attentaten vom 11. September 2001. Sie gilt zudem als blutigste Tat eines Einzelschützen in der modernen US-Geschichte. Das Attentat ereignete sich während des Gay Pride-Monats, in dem im ganzen Land Homosexuellenparaden und Feste stattfinden. In New York ordnete Bürgermeister Bill de Blasio zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für schwule und lesbische Einrichtungen an.

In Los Angeles gingen am Sonntag rund 150.000 Menschen zu einer Schwulen- und Lesbenparade auf die Straße. Die Polizei nahm einen Mann fest, der mit einem Auto voller Waffen unterwegs zu der Parade war. Seine Motive waren nach Angaben der Polizei von Los Angeles zunächst unklar. Verbindungen zu der Tat in Orlando sah sie nicht.afp