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Russland zu wöchentlicher 48-stündiger Feuerpause in Aleppo bereit PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. August 2016 um 21:34 Uhr

 

 

Angesichts der humanitären Krise in Aleppo hat sich Russland bereit erklärt, jede Woche eine 48-stündige Feuerpause in der nordsyrischen Stadt einzuhalten. Die Feuerpause solle erstmals kommende Woche Hilfslieferungen für die belagerte Bevölkerung ermöglichen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura kritisierte, seit einem Monat seien keine Hilfslieferungen mehr in belagerte Städte gelangt.

Russland geht mit der Ankündigung der temporären Waffenruhe auf eine entsprechende Forderung der UNO ein. De Mistura dringt seit längerem darauf, dass beide Konfliktparteien in Aleppo "wöchentliche 48-stündige humanitäre Pausen" einhalten, um zu ermöglichen, dass die hilfsbedürftigen Menschen in der belagerten Großstadt mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt werden.

Die einstige Wirtschaftsmetropole im Norden Syriens ist seit vier Jahren zwischen den Regierungstruppen im Westen und den Rebellen im Osten geteilt. Mitte Juli schloss die Armee den Ring um die von den Rebellen gehaltenen Viertel, doch gelang es Dschihadisten nach drei Wochen, die Belagerung wieder zu durchbrechen. Nun laufen die Viertel unter Kontrolle der Regierung Gefahr, von der Außenwelt abgeschnitten zu werden.

 

 

 

 

In den Vierteln unter Kontrolle der Rebellen leben rund 250.000 Menschen, in den von der Regierung gehaltenen Stadtteilen sind es etwa 1,2 Millionen. Das Foto eines von Staub und Blut bedeckten fünfjährigen Jungen, der nach einem Luftangriff in einem Krankenwagen sitzt, lenkte am Donnerstag erneut die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf das Leiden der Zivilbevölkerung in der Stadt.

In Erwartung der entscheidenden Schlacht haben beide Seiten weitere Kämpfer und Waffen zusammengezogen. Laut der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte flogen syrische und russische Kampfflugzeuge am Donnerstag in den Provinzen Idlib und Aleppo Angriffe, um Nachschubwege der Rebellen nach Aleppo zu unterbrechen.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten forderten einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen in der Großstadt, um die Versorgung der eingeschlossenen Zivilisten zu erlauben. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte in Brüssel, dies sei auch notwendig, um die Reparatur der beschädigten Strom- und Wasserleitungen sowie die Bergung von Verletzten zu ermöglichen.

 

Der UN-Sondergesandte de Mistura kritisierte, dass seit einem Monat keine der belagerten Städte und Gebiete in Syrien mehr von Hilfskonvois erreicht worden seien. In einem "symbolischen" Schritt habe er daher die Sitzung des UN-Ausschusses für humanitäre Hilfe nach acht Minuten abgebrochen, sagte de Mistura am Donnerstag in Genf. Am Freitag ist der Welttag der humanitären Hilfe.

Die belagerten Ortschaften Madaja, Sabadani, Fua und Kafraja seien sogar seit 110 Tagen ohne Hilfslieferungen, sagte de Mistura. Aufgrund der anhaltenden Kämpfe kommen Konvois mit den dringend benötigten Lebensmitteln und Medikamenten nicht ans Ziel. Seit Jahresbeginn hat die UNO mit ihren Partnern Hilfsgüter an knapp 1,3 Millionen Syrer geliefert, die in belagerten oder schwer erreichbaren Gebieten leben.

Unterdessen griff die syrische Luftwaffe laut Aktivisten erstmals kurdische Stellungen in Hassaka an. In der Stadt im Nordosten des Landes seien sechs Stellungen der kurdischen Polizei attackiert worden, teilte die Beobachtungsstelle mit, deren Angaben für Medien nur schwer zu überprüfen sind. In der geteilten Stadt gibt es seit Mittwoch heftige Kämpfe zwischen kurdischen Kräften und pro-syrischen Milizen.afp