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Angriff auf neuen Freiburger Oberbürgermeister nicht politisch motiviert PDF Drucken E-Mail
Montag, den 07. Mai 2018 um 16:35 Uhr

 

 

 

Nach dem Angriff eines offenbar geistig verwirrten 54-jährigen Manns auf den neuen Freiburger Oberbürgermeisters Martin Horn (parteilos) gibt es keine Hinweise auf ein politisches Motiv.

 

 

Wie die Polizei am Montag mitteilte, ist stattdessen von einer "psychischen Erkrankung" auszugehen. Horn war am Sonntagabend auf einer Wahlparty von dem Täter geschlagen worden.

Bei der Attacke verlor der frisch gewählte Oberbürgermeister nach Angaben der Beamten durch einen Fausthieb ins Gesicht einen Zahn und erlitt eine Wunde unter dem Auge. Nach eigenen Angaben brach sich Horn zudem die Nase. Er gab sich am Montag im Fernsehsender NTV aber unbeeindruckt. "Davon werde ich mich nicht unterkriegen lassen", sagte er. Die Freude über seinen Wahlerfolg überwiege.

 

Bereits am Abend war Horn, der als parteiloser Kandidat von SPD und FDP unterstützt wurde, nach der medizinischen Behandlung in einem Krankenhaus auf seine Wahlparty zurückgekehrt. Der Täter war direkt nach dem Angriff überwältigt und festgenommen worden.

Bei ihm handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen Mann aus dem Marktgräflerland südlich von Freiburg, der bereits zuvor bei mehreren Vorfällen psychisch auffällig geworden sein soll. "Nach aktueller Sachlage liegen Erkenntnisse einer psychischen Erkrankung des mutmaßlichen Täters vor", erklärte die Polizei.

Nach Angaben einer Sprecherin wurde der Verdächtige am Montag zur Begutachtung einem Arzt vorgestellt. Zu den Ergebnissen dieser Untersuchung lagen zunächst aber keine Informationen vor. Der Staatsschutz ermittelte. Die Beamten baten Zeugen unter anderem auch, ihnen Aufnahmen von der Faustattacke zuzusenden.

Horn sagte bei NTV, dass der Täter nach seinen Informationen schon im Bundestagswahlkampf Kandidaten beschimpft haben solle. Ihm selbst sei der Mann vorher nie aufgefallen, es gebe anscheinend auch keinen konkreten Bezug zu Freiburg oder ihm persönlich. Er werde sich seine "offene Art" im Umgang mit Menschen auch nicht nehmen lassen, ergänzte der 33-jährige neue Bürgermeister.

Horn war am Sonntag im zweiten Wahlgang mit 44,3 Prozent zum neuen Oberbürgermeister gewählt worden, wobei er den seit 16 Jahren amtierenden Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) deutlich hinter sich ließ. Dieser kam laut vorläufigem Ergebnis auf 30,7 Prozent. Im Vergleich zum ersten Wahlgang vor zwei Wochen legte der Herausforderer dabei noch einmal um zehn Prozentpunkte zu.

In der Diskussion um die parteipolitischen Konsequenzen aus dem Machtwechsel im Freiburger Rathaus warnte Grünen-Bundeschef Robert Habeck vor überzogenen Interpretationen. "Die Niederlage hat in erster Linie mit lokalen Entwicklungen zu tun", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" laut Vorabmeldung. Sie sei schmerzhaft. Die Grünen seien aber auf Kurs.

Dagegen wertete die baden-württembergische SPD den Ausgang der Bürgermeisterwahl als "Signal für die Landespolitik". Die in Stuttgart regierende Koalition aus Grünen und CDU habe ihr "Haltbarkeitsdatum" inzwischen überschritten und zeige die ersten "Zerfallserscheinungen", erklärte Generalsekretärin Luisa Boos. Amtsinhaber Salomon war im Wahlkampf von der Freiburger CDU unterstützt worden.afp

 

 

 

 

 
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