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Bargeld aus Russland in die Wäscherei in London PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 15:44 Uhr

Dass London eine Brutstätte für Finanzkorruption ist, wurde es in letzter Zeit vielfach berichtet. Daher wachsen die Verbindungen zu

Russland mit jedem Tag. Das Thema hat einen Siedepunkt erreicht und die britische Regierung gezwungen, eine parlamentarische Untersuchung der russischen Korruption einzuleiten.

Die britischen Gesetzgeber suchen nach Wegen zu verhindern, dass illegale russische Erlöse in ihr Land gelangen. Schließlich scheint London harte Maßnahmen gegen Geldwäsche zu ergreifen. Sie können es sich nicht mehr leisten, gegenüber verdächtigen Geschäftsinhabern ein Auge zuzudrücken unter der Annahme, dass jedes Geschäft letztlich ein Gewinn für London und seine Fülle von Firmen ist. 

In Wirklichkeit sehen sich britische Firmen oft russischen Oligarchen ausgeliefert. Ein Beispiel hierfür ist die in Großbritannien ansässige Private-Equity-Firma Lehram. Das Unternehmen hat gegen den Oligarchen Alexander Schtschukin für die Rückgabe einer Beteiligung in Höhe von £ 350 Mio. in einem Bergwerk in der russischen Region Kemerowo gekämpft. Unter Androhung von Haftstrafen wurde im Jahre 2015 der örtliche Geschäftsführer der Firma Igor Rudyk von Ermittlungsbeamten gezwungen, das Bergwerk in die Gewalt von Schtschukins Holding zu übergeben.

Schtschukin hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, er habe eine „feindliche“ Übernahme unternommen. Im Jahre 2016 erhielt er jedoch gleichfalls auch die Kontrolle über das Kohlebergwerk in Inskoi, indem er seine Erlöse aus beiden Transaktionen in ein Netz von hauptsächlich in Zypern und in Großbritannien ansässigen Unternehmen investierte.

Schtschukin, der es 2011 auf Forbes Liste der 200 Reichsten in Russland geschafft hat, steht seit mehr als einem Jahr unter Hausarrest wegen einer strafrechtlichen Untersuchung gegen ihn, sowie gegen einige Behörden, die ihm angeblich geholfen haben. Er wird verdächtigt, eine Straftat begangen zu haben, und wird ebenfalls wegen Bestechung verdächtigt.

Mittlerweile haben die engen Verwandten und Freunde von Schtschukin die britische Staatsbürgerschaft erhalten und eine internationale Sicherheitsfirma, 3e International, gekauft. Die Firma befindet sich offiziell im Besitz einer Beteiligungsgesellschaft, aber der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs entschied, dass das Eigentum dem Schwiegersohn von Schtschukin, Ildar Uzbekov, gehörte. Zugleich ist er der Geschäftsführer mehrerer anderer Firmen in Großbritannien und ist zusammen mit seiner Frau Elena, Tochter von Schtschukin, und seinem Schwiegervater im Vorstand von Bryankee Holdings in Zypern vertreten.

Diese Firma erhält den größten Teil der aus russischen Bergbaubetrieben von Schtschukin ausgezahlten Dividenden – Geld, das angeblich zur Unterstützung des Lebensstils der Schtschukin-Familie in London verwendet wird. Zum Beispiel besitzt seine Tochter Elena angeblich eine £ 3 Mio. teure Galerie in Mayfair und ein £ 15 Mio. teures Herrenhaus in Highgate. 

Berichten zufolge haben Uzbekov und sein Geschäftspartner Dmitryi Tsvetkov, die beide im Auftrag von Schtschukin handeln, riesige Geldbeträge von Russland über Zypern nach Großbritannien überwiesen.

 

 
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