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UFO nennt Streiks "sehr erfolgreich" - Lufthansa: Nur vereinzelte Flugausfälle PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 20. Oktober 2019 um 18:50 Uhr

Der von der Flugbegleitergewerkschaft UFO für Sonntag ausgerufene Streik bei den vier Lufthansa-Töchtern Eurowings, Germanwings, SunExpress und Cityline hat nach

 

 

Unternehmensangaben keine größeren Ausfälle verursacht. Die Gewerkschaft nannte den Ausstand dagegen "sehr erfolgreich" und bezifferte die Zahl der Flugausfälle bis zum Nachmittag auf "gut dreistellig". UFO hatte kurzfristig die Streikdauer von sechs auf 19 Stunden verlängert, der Ausstand sollte erst am Sonntag um Mitternacht enden.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte für die Cityline, es seien nur vereinzelt Flüge ausgefallen, vor allem in Frankfurt und München. Auch Germanwings und Eurowings sprachen von vereinzelten Flugstreichungen und Verspätungen. Bei SunExpress fiel zunächst kein Flug aus.

Der UFO-Vizevorsitzende Daniel Flohr sagte am Nachmittag der Nachrichtenagentur AFP, es sei der Lufthansa nicht gelungen, "den geplanten Flugbetrieb durchzusetzen". So seien in Berlin-Tegel von den für Sonntag geplanten Eurowings- und Germanwings-Flügen bis Sonntagmittag 19 annulliert worden, nur eine Maschine sei gestartet. Eine genaue Bilanz will die Gewerkschaft am Montagfrüh veröffentlichen.

UFO hatte am frühen Sonntagmorgen mitgeteilt, dass der zunächst für 05.00 bis 11.00 Uhr angekündigte Ausstand bis Mitternacht dauern solle. Die Lufthansa habe ihre Gangart verschärft, erklärte die Gewerkschaft zur Begründung für den längeren Streik. Der Konzern habe nicht mehr nur mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, sondern auch mit Arbeitsplatzverlust gedroht.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein erbitterter Streit zwischen UFO und der Lufthansa: Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Die Streiks hält er daher für rechtswidrig. Nach Angaben von UFO geht es um Gehaltserhöhungen, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen bei den Lufthansa-Töchtern.afp, foto-Richard Elzey/wikimedia.