Polizei unterbindet Protest vor Maracanã-Stadion in Rio Drucken
Montag, den 16. Juni 2014 um 10:43 Uhr

 

 

Die Fußball-WM in Brasilien wird weiter von Protesten begleitet. Etwa 200 zum Teil vermummte Demonstranten wurden in Rio de Janeiro von der Polizei zurückgedrängt, wie AFP-Reporter beobachteten. Die Menge skandierte "Fifa, geh zurück in die Schweiz!" und versuchte erfolglos, eine Polizeiabsperrung rund um das Maracanã-Stadion zu durchbrechen. Die Sicherheitskräfte setzten Pfefferspray ein.

Einige der Demonstranten zogen daraufhin in das benachbarte Viertel Vila Isabel weiter und beschädigten dort zwei Banken, wie die Nachrichtenseite G1 berichtete. Auch im südbrasilianischen Porto Alegre gingen WM-Gegner am Sonntag auf die Straße. Die Proteste dort blieben friedlich. In der Hauptstadt Brasília machten etwa 300 Demonstranten ihrem Ärger über die Milliardenausgaben für die WM Luft.

 

 

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in Brasilien immer wieder teils gewalttätige Proteste, bei denen die hohen öffentlichen Kosten für die WM und die im Jahr 2016 anstehenden Olympischen Spiele kritisiert wurden.

afp, foto-stadiumguide.com