Ex-Terroristin Becker will sich zu Buback-Mord äußern Drucken
Donnerstag, den 03. Mai 2012 um 13:39 Uhr

 

 

Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart zeichnet sich eine überraschende Wende ab: Becker werde sich zu dem Vorwurf der Beteiligung an dem Mordanschlag auf den früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback am 14. Mai äußern und eine rund 15 Minuten lange Erklärung vortragen, kündigte ihr Verteidiger Walter Venedey nach Angaben eines OLG-Sprechers vor Gericht an. Becker hatte seit Auftakt des Prozesses am 30. September 2010 geschwiegen.

 

 

 

  

Becker muss sich in Stuttgart wegen Mittäterschaft bei dem RAF-Anschlag verantworten, bei dem am 7. April 1977 in Karlsruhe Buback und zwei Begleiter getötet worden waren. Ihr wird vorgeworfen, maßgeblich an Planung und Vorbereitung des Attentats beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Anschlag waren die Schüsse vom Beifahrersitz eines Motorrads abgegeben worden. Das Motorrad mit zwei vermummten RAF-Terroristen hatte neben Bubacks Dienstwagen gestoppt, als dieser in Karlsruhe vor einer Ampel hielt.

AFP, foto-trackpads