Erneut Dioxin-Eier aus Niedersachsen in Handel gelangt Drucken
Mittwoch, den 20. Juni 2012 um 11:46 Uhr

In Niedersachsen sind nach Behördenangaben erneut mit Giftstoffen belastete Eier in den Handel gelangt. Bei betrieblichen Eigenkontrollen in Niedersachsen sei Mitte Juni die Überschreitung der Höchstwerte an Dioxin und dioxinähnlichen PCB in Hühnereiern festgestellt

worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Einige der belasteten Eier seien auch nach Bayern gelangt.

Unmittelbar gesundheitsgefährdend sei der Verzehr der belasteten Eier nicht. Verbraucher sollten auf die Stempelnummer 0-DE-0356091 auf dem Ei achten und gegebenenfalls Eier mit dieser Stempelnummer zurückgeben oder wegwerfen. Die betroffenen Eier würden vorsorglich vom Markt genommen.

 

 

Bereits im April und Mai waren mit Giftstoffen belastete Eier in den Handel gelangt, woraufhin Betriebe in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gesperrt worden waren. PCB (polychlorierte Biphenyle) sind organische Giftstoffe ähnlich dem Dioxin, die jahrzehntelang als Zusatzstoff in Kunststoffen und Farben sowie als Kühl- und Hydraulikflüssigkeit in der Industrie verwendet wurden. Als ihre Gefährlichkeit entdeckt wurde, wurde die Verwendung in den meisten Industrieländern ab Ende der 70er Jahre nach und nach verboten. Der Stoff ist aber sehr langlebig und kann sich in Natur und Nahrungsketten anreichern.

AFP, foto-pietroizzo