Apple-Konzern schließt weltweit Filialen wegen Coronavirus Drucken
Sonntag, den 15. März 2020 um 20:09 Uhr

 

Der US-Technologiekonzern Apple schließt angesichts der Coronavirus-Pandemie außerhalb Chinas bis Ende März weltweit seine Filialen. Das Unternehmen habe aus seinem Vorgehen in

 

 

China gelernt, wo die Geschäfte nach wochenlanger Schließung nun wieder geöffnet seien, teilte Apple-Chef Tim Cook am Freitag mit. Die "effektivste" Art und Weise, das Risiko der Virusübertragung zu minimieren, bestehe darin, "die soziale Distanz zu vergrößern", erklärte Cook.

"Die weltweite Verbreitung von Covid-19 betrifft jeden von uns", fügte er hinzu. Aufgrund der steigenden Zahl von Neuinfektionen in vielen Ländern unternehme Apple "zusätzliche Schritte", um sowohl Mitarbeiter als auch Kunden zu schützen. Der Online-Shop bleibe zwar weiter aktiv, die Mitarbeiter in Apple-Büros außerhalb Chinas würden nach Möglichkeit aber von Zuhause aus arbeiten.

Der Unternehmenschef versprach, dass Angestellte, die normalerweise auf Stundenbasis bezahlt würden, weiterhin ihren Lohn bekommen sollen. Außerdem sei die Urlaubsregelung gelockert worden, "um persönlichen oder familiären gesundheitlichen Umständen Rechnung zu tragen, die durch Covid-19 geschaffen wurden", erklärte Cook. Er dankte "den heldenhaften Ersthelfern, Ärzten, Krankenschwestern, Forschern, Gesundheitsexperten und Behördenmitarbeitern" auf der ganzen Welt für ihren Einsatz bei der Pandemie-Bekämpfung.

Der in Kalifornien ansässige Apple-Konzern betreibt weltweit rund 500 Geschäfte in 24 Ländern. In China wurden die dortigen 42 Filialen, die seit Anfang Februar wegen der Gesundheitskrise geschlossen waren, mittlerweile wieder geöffnet.

Der Konzern, dessen industrielle Abläufe maßgeblich von chinesischen Lieferanten abhängen, hat nach eigenen Angaben bereits erhebliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. Im Februar hatte der Konzern mitgeteilt, dass die Umsatzprognosen für das zweite Quartal verfehlt würden und die weltweiten iPhone-Lieferungen zurückgingen.afp, foto-Marlith, Wikimedia.